Lemgo. Mit dem Abschlusszeugnis der Höheren Handelsschule erlangten 125 Schülerinnen und Schüler des HANSE-Berufskollegs den schulischen Teil der Fachhochschulreife und damit den zweithöchsten Schulabschluss in Deutschland.
„Gut ausgebildet verlassen Sie heute unser Berufskolleg und können sich, soweit noch nicht geschehen, auf dem Arbeitsmarkt umschauen, lukrative Angebote wahrnehmen oder auf den bereits erworbenen Qualifikationen aufbauen und studieren“, fasste die Schulleiterin Susanne Tietje-Groß bei musikalischer Untermalung und feierlicher Stimmung die vielfältigen Zukunftsmöglichkeiten der Absolventinnen und Absolventen zusammen.
Der Bildungsgangleiter Heiko Jucks hob in seiner Rede die Relevanz des erworbenen Schulabschlusses für das weitere Leben hervor. So sei das Abschlusszeugnis eine wichtige Grundlage, ähnlich wie im Fußball ein gutes Eröffnungsspiel für den weiteren Turnierverlauf. In seiner Rede ging er auch auf die zukünftige Eigenverantwortung der Absolventinnen und Absolventen ein, indem er darauf hinwies, dass man, im Gegensatz zum Fußball, im „richtigen“ Leben nicht den Trainer für alles verantwortlich machen und entlassen könne. „Wir alle tragen große Verantwortung für unser Zusammenleben, für unsere Mitmenschen und für unsere Umwelt“, so Jucks abschließend.
Nach zwei Schuljahren mit ungefähr 2450 Schulstunden, knapp 43 Klausuren sowie unzähligen schriftlichen Übungen, einem dreiwöchigen Praktikum inklusive Praktikumsbericht sowie Betriebsbesichtigungen, mehrtägigen Studienreisen, engagierter Beteiligung an europäischen Projekten und mehrstündigen Abschlussprüfungen erhielten die stolzen Absolventinnen und Absolventen ihre Abschlusszeugnisse.
Der Kapitän der HANSE-Kogge Michael Lohre führte humorvoll durch die Abschlussfeier. Susanne Tietje-Groß und Heiko Jucks zeichneten die Schülerinnen und Schüler aus, die einen Notendurchschnitt mit einer „Eins-Komma“ erlangten, und überreichte ihnen ein Geschenk: Jan-Philipp Burghard und Stacy Ann Edler mit der Note 1,8, Anna Krist mit der Note 1,6, Swaantje Hansmeier wurde mit einem Schnitt von 1,2 Jahrgangsbeste.