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Das Trikot schwitzt nicht von alleine

Der Meister und sein Lehrling. Coach Lothar Schröer (links) beobachtet Phil Stieghorst bei seiner zweiten Geschichte, die er nun detailreich und mit Freude erzählt.

Professionelles Kommunikationstraining am HANSE-Berufskolleg

Lemgo. [fok] „Das Liebesleben der Pflastersteine“, „warum man die lippische Rose nicht pflücken kann“ und weitere zunächst skurrile Titel lassen die Schülerinnen und Schüler bei ihren Vortragsthemen im Erzählseminar „Das Trikot schwitzt nicht von alleine“ zunächst wirklich schwitzen. Aber nicht lange - denn Erzähler und Coach Lothar Schröer motiviert, informiert und korrigiert, sodass alle in ihre Aufgaben eintauchen und hineinwachsen.

„Wir wollen die Schülerinnen und Schüler in der Handelsschule umfassend auf das Berufsleben vorbereiten“, wie die Bildungsgangorganisatorin Frauke Klemkow betonte, dabei sei ein selbstbewusstes und fachlich versiertes Auftreten bei Vorträgen und Bewerbungsgesprächen unerlässlich. Doch gerade im Bereich der Kommunikation hätten die Jugendlichen deutliche Defizite. „Mit dem Erzähler Lothar Schröer haben wir einen kompetenten Referenten, der zudem mit seiner Art die Schülerinnen und Schüler mitreißt, ihnen viele Informationen gibt und so auch versteckte Erzählfähigkeiten freilegt“, erläuterte Klemkow.

„De Resonanz auf das Seminar im letzten Schuljahr war bei den Schülerinnen und Schülern sehr positiv“, so Ilka Gräber, Azubicoach am HANSE-Berufskolleg. Auch in den folgenden Monaten habe sich im Unterricht gezeigt, dass sie auch wirklich ihr neu erworbenes Wissen im Unterricht einsetzten, eine Neuauflage habe sich also angeboten. „Die Unternehmen suchen Auszubildende, die im Kundenkontakt ihr Unternehmen professionell repräsentieren können“, wie Gräber ausführte, „und wir geben unseren Schülern Kenntnisse und Werkzeuge an die Hand, damit sie diese Erwartungen erfüllen können.“

Schröer zeigte sich vom Arbeitseifer der Klassenbegeistert und verdeutlichte, dass es neben dem Standing vor einem Publikum auch darum gehe, dass das, was sich die Schülerinnen und Schüler erdacht hätten, auch ausführlich und nachvollziehbar erzählt werde. „Vielen fehlt Selbstbewusstsein. Wenn sie sich nach einigen Stunden ihrer Fähigkeiten bewusst sind, lassen sie sich auf das Erzählen ein, probieren sich aus und entdecken in der Folge den Spaß daran.“ Mit diesem neuen Gefühl ließen sich dann auch schwierige Kommunikationssituationen meistern, die Jugendlichen blickten so zuversichtlicher in Richtung Berufsleben.